ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2002Entwicklungshilfe: Stimme für die Opfer

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Entwicklungshilfe: Stimme für die Opfer

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LNSLNS Psychologen helfen traumatisierten Kindern.
Konstanzer Psychologen haben die Nichtregierungsorganisation „vivo – victims voice“ gegründet, die dabei helfen soll, die psychischen Folgen von Krieg, Terror und Misshandlungen zu bewältigen. Der Verein will sich nach eigenen Angaben vor allem um die Rehabilitation traumatisierter Kindersoldaten kümmern. „Es geht uns darum, eine Brücke zu schlagen zwischen Wissenschaft und Entwicklungshilfe”, sagte die Koordinatorin des Wissenschaftskomitees von vivo, Dr. Maggie Schauer. Im Grunde solle für traumatisierte Menschen das Gleiche möglich werden wie etwa beim Ausbruch einer Epidemie: Sofortige Hilfe soll bereitstehen und neuesten Standards genügen. Den jüngsten Forschungsanteil liefere die „Narrative Expositionstherapie“, ein Behandlungsansatz, der in der Arbeitsgruppe von Prof. Thomas Elbert, Vorstandsmitglied des Vereins, entwickelt wurde. Im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef und anderer Kinderhilfsorganisationen werde der Verein im nächsten Jahr im Norden Ugandas etwa 120 Kinder untersuchen. Neben einem Bericht über die Situation und die Wiedereingliederung der Kinder in die Gesellschaft soll ein Trainingsprogramm für die psychologischen und medizinischen Fachkräfte in den bestehenden Reha-Zentren, aber auch für Gemeindehelfer erstellt werden.
Informationen: Universität Konstanz, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Maria Schorpp, Universitätsstraße 10, 78457 Konstanz, Telefon: 0 75 31/88 35 75, Fax: 88 37 66.
Spendenkonto: vivo e.V., Sparkasse Konstanz, BLZ: 690 500 01, Kontonummer: 85 985.
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