ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2002Psychotherapie: Vergütung verbessern

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Psychotherapie: Vergütung verbessern

PP 1, Ausgabe März 2002, Seite 101

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LNSLNS Petitionsausschuss stellt sich hinter Psychotherapeuten.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich am 20. Februar für eine Verbesserung der Vergütung der Psychotherapeuten ausgesprochen. Die Petition war 1999 eingereicht worden, initiiert vom Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (BVVP). Der Ausschuss beschloss, die 1 247 Eingaben mit rund 3 000 Unterschriften, die eine zu niedrige Vergütung kritisiert hatten, dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG), den Bundestagsfraktionen und den Länderparlamenten zuzuleiten.
Die Petition bezieht sich auf das ausschließlich für das Jahr 1999 vereinbarte Budget für psychotherapeutische Leistungen. Bei einem Budget von 600 Millionen A, verteilt auf mehr als 20 000 Psychotherapeuten, verbleibe ein Umsatz von 30 500 A je Praxis für 1999, beklagten die Petenten. Damit werde der Grundsatz angemessener Honorare verletzt.
Die Entscheidung des Petitionsausschusses sei „ein wichtiger Fingerzeig“ für das BMG, Korrekturen am Psychotherapeutengesetz vorzunehmen, erklärt Norbert Bowe vom BVVP. Sie unterstütze auch die anhängigen Gerichtsverfahren der Psychotherapeuten, die gegen ihre Honorarbescheide Widerspruch eingelegt haben. Außerdem verleihe die positive Entscheidung der Forderung mehr Nachdruck, dass die Krankenkassen grundsätzlich mehr Geld zur Verfügung stellen müssen, das die Kassenärztlichen Vereinigungen gerecht verteilen sollen. Bowe appelliert an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), den viel kritisierten Beschluss des Bewertungsausschusses vom 16. Februar 2000 im gegenwärtigen Änderungsprozess zu überdenken. Damit habe die KBV „ein Eigentor geschossen“ und die Krankenkassen aus der Verantwortung genommen, mehr Geld zur Verfügung zu stellen.
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