ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2002Organtransplantation: Weiterhin Wartelisten

NACHRICHTEN

Organtransplantation: Weiterhin Wartelisten

PP 1, Ausgabe März 2002, Seite 102

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Spendenbereitschaft deutlich gestiegen
Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist gestiegen. Trotzdem herrscht nach wie vor ein erheblicher Mangel an Transplantaten. Derzeit stehen etwa 14 000 Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation, wie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Martin Molzahn, am 6. Februar in Mainz sagte.
Im vergangenen Jahr seien aber nur 3 382 Transplantationen durchgeführt worden. Den Angaben zufolge wurden im Jahr 2001 bundesweit 1 073 Menschen nach dem Tod Organe entnommen, was einem Anstieg von 4,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Spendermeldungen aus den Krankenhäusern stieg im vergangenen Jahr um über 20 Prozent. Molzahn sagte, dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bislang nur rund 600 der 1 400 Krankenhäuser mit Intensivstation an der Kooperation der Spendermeldungen beteiligt seien.
Auch die Zahl der Menschen mit Spenderausweisen sei sehr gering. Obwohl einer Umfrage zufolge etwa 70 Prozent mit einer Organentnahme nach dem Tod einverstanden wären, seien nur zwölf Prozent der Bundesbürger im Besitz eines Spenderausweises, bemängelte Molzahn.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema