ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2002Maßregelvollzug: Opfer vergessen
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LNSLNS . . . Vergessen werden natürlich, wie immer, die Opfer. Die sind ja im Zweifelsfall tot, können nicht mehr therapiert werden, und man kann ja kein Geld mehr verdienen. Ex und Hopp.
Die absolute Überschätzung und Allmächtigkeitsfantasien der Therapeuten, die glauben, einen schrecklichen Täter heilen zu können. Ihn im Gefühl dieser Übermächtigkeit dann auf die Menschheit loslassen und vergessen, dass gerade dieser Täter äußerlich sehr angepasst sein kann, sich in einer Zwangssitutation normal geben und anschließend wieder ausrasten kann. Ich zitiere aus einem Interview mit einer Hure im BBC über Jack the Ripper. Die Frau sagte dort: „Harmlos sind die großen gefährlich aussehenden Männer, die einem Angst machen. Gefährlich sind die eher normal aussehenden, die eine Waffe zücken oder Perversionen wollen!“
. . . Ein Patient, der aus seiner Zwangslage entlassen werden will, und noch viel mehr der Strafgefangene, wird natürlich eine Heilung heucheln, um den Sanktionen zu entgehen. Ob diese Heilung erreicht ist, kann natürlich niemand beurteilen. Das sollten sich insbesondere die auch mit wichtigen Prognosen belasteten Therapeuten einmal vor Augen halten.
Dr. med. Konstantin Röser, Mittelstraße 88, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
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