ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2002Suizid: Hilfe – Coaching

BRIEFE

Suizid: Hilfe – Coaching

PP 1, Ausgabe März 2002, Seite 121

Holm-Hadulla, Rainer M.

Zu dem Beitrag „Suizidalität bei Ärzten: Kein Tabuthema mehr?“ von Dr. med. Frank König in Heft 47/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Hilfe: Coaching
Der Beitrag fokussiert auf psychische Belastungen und Störungen von Ärztinnen und Ärzten. Er verweist auf bekannte, präventive, psychotherapeutische und psychiatrische Behandlungsmaßnahmen. Da auch für Ärzte die Schwelle relativ hoch liegt, professionelle Hilfe durch andere zu akzeptieren, werden die konventionellen Behandlungsangebote nicht ausreichend genutzt. Ein effizienter und wenig stigmatisierender Weg, diesem Manko zu begegnen, ist das Coaching. Inspiriert durch die weite Verbreitung in den USA, wird es in deutschen Unternehmen, besonders von Führungskräften, in Anspruch genommen.
Unter Coaching wird eine persönliche Betreuung durch externe Berater verstanden, die zur beruflichen Leistungsfähigkeit sowie zur Erhaltung der körperlichen und psychischen Gesundheit beiträgt. Es fußt auf drei Fundamenten: persönliche Unterstützung, Erwerb von Strategien gegen dysfunktionalen Stress und Aktivierung persönlicher und sozialer Ressourcen. Da Coaches mit Feldkompetenz bessere Resultate zeigen als ohne, ist es für Ärzte aller Hierarchieebenen empfehlenswert, einen medizinisch ausgebildeten und in ihrem Arbeitsfeld erfahrenen Coach als persönlichen Begleiter in schwierigen Situationen zu konsultieren. Es wäre sinnvoll, interessierte Ärzte in speziellen Coachingtechniken weiterzubilden, damit sie ihren Kollegen in der Primär- und Sekundärprävention von Burn-out-Syndromen, Substanzmissbrauch und anderen psychischen Störungen beistehen können.
Priv.-Doz. Dr. med. Rainer M. Holm-Hadulla, Psychotherapeutische Beratungsstelle, Neue Schlossstraße 42, 69117 Heidelberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema