ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Gesundheitserziehung: Finanzielle Basis gesichert

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Gesundheitserziehung: Finanzielle Basis gesichert

Dtsch Arztebl 2002; 99(40): A-2581 / B-2205 / C-2069

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Vollgepackte Schulranzen können zu Haltungsschäden führen. Foto: ddp
Vollgepackte Schulranzen können zu Haltungsschäden führen.
Foto: ddp
Kooperation zwischen Ärztekammer und AOK
Vor allem Allergien, Haltungsschäden, Konzentrations- und Essstörungen nehmen bei Schulkindern zu. Immer häufiger treten auch psychosomatische Erkrankungen wie zum Beispiel Kopfschmerzen und Depressionen auf. „Viele dieser Erkrankungen sind durch gezielte Prävention vermeidbar“, sagte der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Dr. med. Arnold Schüller. Die Ärztekammer führt deshalb seit 1995 das Projekt „Gesund­heits­förder­ung und Gesundheitserziehung in der Primarstufe“ durch, an dem sich bislang rund 100 Grundschulen im Rheinland beteiligt haben. Viele weitere stehen auf der Warteliste. Die Kammer vermittelt dabei Ärzte als Referenten für den Unterricht und für Elternabende und gibt zusammen mit der AOK Rheinland Unterrichtsmaterialien zu Gesundheitsthemen heraus.
Das Projekt erhält zum ersten Mal eine sichere finanzielle Basis: Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Ärztekammer und der AOK Rheinland nutzt § 20 Abs. 1 SGB V, der die finanzielle Förderung von Präventionsmaßnahmen und Selbsthilfeorganisationen vorschreibt. Nach Angaben der Kammer ist dies bundesweit die erste Kooperationsvereinbarung zwischen einer Ärztekammer und einer gesetzlichen Krankenkasse. Ärzte erhalten für ihre Schulbesuche eine Aufwandsentschädigung von 65 Euro pro Veranstaltung. „Der flächendeckende Ausbau der Gesundheitserziehung in der Grundschule ist jetzt möglich“, betonte Schüller.
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