ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Gesundheit im Web: Websites selten barrierefrei

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Gesundheit im Web: Websites selten barrierefrei

Dtsch Arztebl 2002; 99(40): A-2584 / B-2206 / C-2070

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www.w3.org/wai
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82 Prozent der Angebote sind nicht behindertengerecht.
Nach einer Studie an 139 Informationsangeboten zu Gesundheit und Medizin im Internet entsprechen nur 17 Prozent der untersuchten Websites den Mindeststandards für behindertengerechtes Web-Design. Nur ein Prozent orientiert sich an mittleren Anforderungen. Keines der Angebote erfüllt alle Kriterien, um Behinderten den Zugang zum Web zu erleichtern. Die Bewertungskriterien der Studie orientieren sich an den Leitlinien der Web Accessibility Initiative des World Wide Web Consortiums (W3C; www.w3.org/wai) für barrierefreies Web-Design, die nach „Muss“-, „Soll“- und „Kann“-Regeln gestuft sind. Die Behindertenfreundlichkeit kann beispielsweise durch mehr Textorientierung, gute (Farb-) Kontraste, sinnvoll benannte Frames, sparsamen Einsatz von Tabellen, Versprachlichung grafischer Elemente, variable Schriftgrößen und die Verwendung von CSS und XML zur Trennung von Inhalt und Layout verbessert werden.
Die Untersuchung ergab deutliche Unterschiede zwischen den Anwendergruppen: 27 Prozent der Verbraucherzentralen, 26 Prozent der Universitätskliniken, 25 Prozent der Ministerien, 18 Prozent der Online-Presse, 18 Prozent der Krankenkassen, 12 Prozent der privaten Kran­ken­ver­siche­rungen, sechs Prozent der Pharmaunternehmen und keines der Gesundheitsportale erreichen die Mindeststandards. Die Studie wurde im September 2002 vom Beratungsbüro Dr. Schalnus, Bonn (Internet: www. schalnus.com), gemeinsam mit der Universitäts-Augenklinik Frankfurt/Main durchgeführt.
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