ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Hormonersatztherapie – Aufklärung mit freundlicher Unterstützung: Lebendiger Austausch

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Hormonersatztherapie – Aufklärung mit freundlicher Unterstützung: Lebendiger Austausch

Fervers-Schorre, B.

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LNSLNS . . . Vom DÄ, dem Standesorgan der Ärzteschaft, wäre eine gegenüber populistischen Ausführungen unabhängige Ausführung zu erwarten. Umso beunruhigender ist der Raum, der der infrage stehenden Veröffentlichung von Herrn Koch gegeben wird. In diesem Artikel werden kurzschlüssige Vorurteile wohlfeil und subtil geschürt, die keinesfalls unwidersprochen bleiben können. Es beginnt mit der Dämonisierung der Pharmaindustrie. Der abgedroschene Topos von der geldgierigen Mafia, der jedes Mittel recht ist, ist keinesfalls geeignet, der vielschichtigen und notwendigen Beziehung zwischen Medizin, Medizinern und Pharmaindustrie gerecht zu werden . . . Noch weit beunruhigender als die Pflege des Topos von der mafiösen Pharmaindustrie und der von ihr infiltrierten Ärzteschaft aber ist die Tatsache der persönlichen Diffamierung eines seriösen und engagierten Mediziners, in diesem Falle Prof. Teichmann, im DÄ. Es ist ein aus meiner Sicht skandalöses Novum, dass in einem Artikel unseres offiziellen Standesorgans einem Journalisten die Möglichkeit gegeben wird, mit subtilen, ständig sich steigernden Unterstellungen einem in der Fachwelt anerkannten, integren und allerdings auch mutigen Fachvertreter persönlich zu diffamieren und den Eindruck zu erwecken, man müsse, wolle man zu den Ehrenhaften gehören, von ihm abrücken . . . Unabdingbar ist ein lebendiger, gegenseitiger Austausch zwischen den Wissenschaftlern der Universität, den Forschern der Industrie und den Ärzten. Wie sonst soll sich weiterentwickelnde Arbeit im Interesse der Patienten geschehen?
Dr. med. B. Fervers-Schorre, Schildergasse 24–30, 50667 Köln

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