Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der KBV-Vorstand sieht als Lösungsweg in seinen Forderungen an die zukünftige Gesundheitspolitik u.a. einheitliche Qualitätsstandards in Klinik und Praxis vor. Das klingt gut und ist schon lange überfällig! Interessant in diesem Zusammenhang ist nur, dass kürzlich genau das Gegenteil im Rahmen der „Neuordnung der Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten“
(siehe DÄ Heft 14/2002 vom 5. April 2002) vom selbigen beschlossen wurde. Insbesondere wurden die restriktiven Qualitätssicherungsmaßnahmen des vertragsärztlichen Bereichs (u. a. Anwesenheitspflicht eines Nephrologen an Dialyse bis zu 100 Dialysepatienten) nicht für den stationären Bereich übernommen. Dafür wurde in dem sehr komplexen und für den juristischen Laien komplizierten Vertragswerk die Durchführung sämtlicher Dialyseverfahren den stationären Einrichtungen – ohne Qualitätssicherungsauflagen – zugesichert. Und das, obwohl im stationären Bereich häufig die kränkeren Dialysepatienten liegen und teilweise vom AiP im Bereitschaftsdienst versorgt werden. Konterkariert wird dieses zusätzlich durch eine geringere – nun pauschalisierte – Vergütung im ambulanten Bereich.
Dr. med. Nicole Bunge, Dialysezentrum Berlin an einem Krankenhaus der Maximalversorgung, Rudower Straße 48, 12351 Berlin

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote