ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Rehabilitation: Wunsch und Realität
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LNSLNS Eine wirksame ambulante Rehabilitation ist ohne Systembruch möglich. Allerdings werden in den BAR-Richtlinien zur ambulanten Rehabilitation der Träger der Rentenversicherung und Krankenkassen Maximalforderungen für Ausstattung (Raum und Personal) und Qualifikation(Zusatzbezeichnungen) gestellt, als ob Geld keine Rolle spielen würde. Die stationäre Therapie hat offensichtlich die Feder für die ambulante Medizin geführt. So wird die beabsichtigte wohnortnahe Hochpreisrehabilitation nur in einigen Großstädten, nicht aber in der „Fläche“, wie z. B. an meinem Wohnort Salzgitter, angeboten werden. Dabei könnten die meisten Patienten ambulant wohnortnah rehabilitiert werden, wie es Verläufe der erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP/AOTR) in den letzten zehn Jahren nachgewiesen haben. Fälschlich hält der medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung die komplexen Therapien D1/2 der Heilmittelrichtlinien für gleichwertig. Sie sind es weder in der Zeitdauer (EAP drei bis vier Stunden/Tag mit Arzt, D1/2 eine Stunde und ohne Arzt) noch in der Qualifikation der Therapeuten oder räumlichen Voraussetzungen mit ausreichender Möglichkeit zum medizinischen Training und zur Physiotherapie.
Dr. med. Reinhard Fabisiak, Schützenplatz 32, 38259 Salzgitter
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