ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Fischvergiftung: Antitoxin allein nicht ausreichend

MEDIZIN: Diskussion

Fischvergiftung: Antitoxin allein nicht ausreichend

Dtsch Arztebl 2002; 99(40): A-2636 / B-2246 / C-2109

Schulte-Mattler, Wilhelm

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LNSLNS Den Autoren ist für ihre Übersicht über Fischvergiftungen zu danken
und auch dafür, dass sie trotz des Fehlens eigener Fälle im Beobachtungszeitraum den Botulismus mit in ihre Arbeit aufgenommen haben. Als Therapie wird von ihnen jedoch nur die Gabe von Antitoxin angegeben und betont. Die Antitoxingabe ist aber nur ein Baustein einer oft langwierigen neurologisch intensivmedizinischen Behandlung und als alleinige Maßnahme nicht ausreichend. Gerade wegen der auch von den Autoren betonten besonderen klinischen Relevanz sollten Patienten mit der Verdachtsdiagnose Botulismus unverzüglich an einem entsprechend ausgerüsteten neurologischen Zentrum vorgestellt werden.

Literatur
1. Arnon SS, Schechter R, Inglesby TV et al.: Botulinum toxin as a biological weapon: medical and public health management. JAMA 2001; 285: 1059–1070.
2. Glasmacher S: Botulismus nach dem Verzehr von Räucherfisch. Pressemitteilung des BgVV und des RKI. 19. August 2000.
3. Grehl H, Reinhardt F (eds.): Checkliste Neurologie, 2. Auflage, Stuttgart: Thieme Verlag, 2002; 362–363.

Dr. med. Wilhelm Schulte-Mattler
Neurologische Klinik und Poliklinik
Universität Regensburg
Universitätsstraße 84
93053 Regensburg

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