ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2002Deutsche Krankenversicherung: Mehr Versicherte

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Deutsche Krankenversicherung: Mehr Versicherte

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LNSLNS Die DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Köln, hat ihr Neugeschäft in der Krankheitskostenvollversicherung im ersten Halbjahr 2002 beitragsmäßig um 7,0 Prozent gesteigert. „Die deutliche Steigerung im Kerngeschäft zeigt, dass die Diskussion um die generelle Zukunftsfähigkeit der Gesetzlichen Krankenversicherung Folgen hat“, sagte DKV-Vorstandschef Dr. Jan Boetius.
In der Krankheitskostenvollversicherung erhöhte sich die Zahl der Versicherten um mehr als 16 000 auf rund 778 000 (Vorjahr: 762 000 Versicherte). Im ersten Halbjahr erzielte die DKV AG in Deutschland Beitragseinnahmen in Höhe von rund 1,52 Milliarden Euro (erstes Halbjahr 2001: 1,47 Milliarden Euro). Das entspricht einer Steigerung von drei Prozent. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im ersten Halbjahr 2002 um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, das heißt um 35,9 Millionen Euro. Besonders stark war der Anstieg bei ambulanten Arztkosten (plus 4,7 Prozent) und bei Arzneimitteln (plus 8,8 Prozent). Dazu Boetius: „Diese Anstiege zeigen, dass die Gesundheitspolitik in den nächsten Jahren an umfassenden Reformen nicht vorbeikommen wird.“ Die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze sei dafür aber ein „völlig ungeeigneter Ansatz“. Vielmehr müsse es darum gehen, bestehende Ineffizienzen im Gesundheitswesen abzubauen und Anreize für mehr Qualität zu geben.
Der Bestand an Kapitalanlagen der DKV AG erhöhte sich im ersten Halbjahr um 700 Millionen Euro auf rund 14,6 Milliarden Euro. Trotz des schwierigen Börsenumfeldes wies die DKV zum 30. Juni 2002 eine Bewertungsreserve von 9,0 Prozent aus. EB

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