ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2002Pflege: „Green Card“ umstritten

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Pflege: „Green Card“ umstritten

PP 1, Ausgabe April 2002, Seite 148

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Unterfinanziert: die Pflege. Foto: BilderBox
Unterfinanziert: die Pflege. Foto: BilderBox
Bundesregierung für generalisierte Erstausbildung

Die von Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) vorgeschlagene Ergänzung zur Anwerbestoppausnahmeverordnung, die es Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen erlaubt, auf drei Jahre befristet Haushaltshilfen aus EU-Beitrittsländern einzustellen, ist umstritten. Während Bundesarbeits- und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium die Ausnahmeregelung befürworten, hat der Deutsche Pflegerat die Green Card für ausländische Pflegehilfskräfte abgelehnt. Dadurch würden Probleme wie die fehlende einheitliche Vergütungsstruktur und eine Unterfinanzierung der notwendigen Leistungen nicht gelöst. Nach dem Vorschlag der Bundesregierung soll ausländischen Haushaltshilfen in Haushalten mit Pflegebedürftigen eine Arbeitserlaubnis bis zu drei Jahren erteilt werden, wenn die Pflegearbeiten keine Arbeiten im Sinne der Pflegeversicherung (Grundpflege) darstellen.
Wie die Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Gudrun Schaich-Walch, erklärte, verfolgt die Bundesregierung den Entwurf zur Novellierung des Krankenpflegegesetzes weiter. Wichtigster Punkt ist die Zusammenführung der Erstausbildung in den Pflegeberufen. Daneben sollen die Berufsbezeichnung modernisiert und die praktische Ausbildung und die Krankenpflegehilfe verbessert werden. Während der Pflegerat vorschlug, die Novellierung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorzuziehen, will die Bundesregierung die Reform sowohl am Krankenpflegegesetz als auch an der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung fortsetzen.

Unterfinanziert: die Pflege
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