ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2002Maßregelvollzug: Kriterien festlegen

BRIEFE

Maßregelvollzug: Kriterien festlegen

Ruda, Claus

Zu dem Beitrag „Sexualstraftäter und Maßregelvollzug: Bei der Prognose läuft viel schief“ von Petra Bühring in Heft 1/2002:
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LNSLNS Dass es sich bei den Sexualstraftätern um entwicklungsbedingte Psychopathen handelt, dürfte unumstritten sein. Die Möglichkeit einer Prognose ist angesichts der multifaktoriellen Genese, in der auch die Intelligenz zu beurteilen ist, mehr als schwierig. Ob es hier überhaupt objektivierbare Daten gibt, ist zu bezweifeln. Der „Kranke“ kann viel erzählen. Wichtiger scheinen mir in diesem Zusammenhang Aussagen über die angewandte Therapie zu sein, die auch oft mit der Subjektivität des Therapeuten belastet ist. Welche Psychotherapieform, von denen es mehr als 60 gibt, und von denen keine ihre globale Überlegenheit bewiesen hat, wurde von wem, wo und wie lange angewandt? Nach welchen Kriterien wird für welche Therapie ein Erfolg beurteilt? Um in der Prognostik weiterzu-
kommen und um vergleichbare auswertbare Daten zu erlangen, halte ich diese Angaben für erforderlich.
Dr. med. Claus Ruda, Bamberger Straße 8, 10777 Berlin

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