ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2002Methylphenidat: Missbrauch eindämmen

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Methylphenidat: Missbrauch eindämmen

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LNSLNS Drogenbeauftragte will Verschreibung an Qualifikationen knüpfen.
Der Missbrauch von Psychopharmaka mit dem Wirkstoff Methylphenidat (unter den Namen Ritalin und Medikinet erhältlich), die Kindern mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) verschrieben werden, soll eingedämmt werden. Das kündigte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium an. Zwischen 1993 und 2001 habe sich der Verbrauch verzwanzigfacht, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk. Höhere Dosen des Medikaments sollen künftig nur noch zusammen mit einer geeigneten Therapie verordnet werden dürfen. Außerdem strebt die Drogenbeauftragte an, dass nur noch Ärzte das Medikament verschreiben dürfen, die eine Zusatzqualifikation haben. Caspers-Merk bat die Bundes­ärzte­kammer, Leitlinien zu erstellen und Qualifizierungen zu gewährleisten.
Das Medikament gilt in vielen Familien als „Problemlöser“. Experten schätzen, dass bis zu ein Fünftel der Grundschüler Methylphenidat häufig oder gelegentlich einnimmt. In ausgewählten Apotheken sammelt das Ge­sund­heits­mi­nis­terium Daten darüber, wie häufig Methylphenidat-Rezepte eingereicht werden und wie hoch die Dosierung ist.
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