ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2002Stressprävention: Locker bleiben

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Stressprävention: Locker bleiben

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LNSLNS Kinder können lernen, mit Stress umzugehen.
Bereits Kinder im Grundschulalter leiden unter Stress-Symptomen: Jedes vierte Kind kennt Einschlafprobleme, Kopf- und Bauchschmerzen. Ursachen sind häufig Leistungsdruck, aber auch Stress in der Freizeit oder in der Familie. Die Techniker Krankenkasse (TK), Hamburg, hat Psychologen, Pädagogen und Kinderärzte zu dem Symposium „Kinder im Stress“ eingeladen, um über Stressprävention zu diskutieren.
Die günstigsten Forschungsergebnisse hätten sich gezeigt, wenn den Kindern vorrangig Kompetenzen zur Problemlösung vermittelt wurden, nicht nur das Einüben von Entspannungsverfahren, berichtete der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Arnold Lohaus, Marburg. Diese Erkenntnisse habe er in seinem Stresspräventionstraining „Bleib locker“ berücksichtigt. In den acht Sitzungen erfahren die Kinder alles über Stresssituationen und -reaktionen und welche Strategien dagegen helfen. Speziell auf Kinder zugeschnittene progressive Muskelentspannung hilft zur Ruhe zu kommen.
Der Gesundheitspsychologe Prof. Dr. Matthias Jerusalem, Berlin, hält auch die Förderung so genannter Life Skills für wichtig. Alltagsanforderungen würden dann am ehesten ohne Risikoverhalten (Rauchen, Alkoholkonsum) bewältigt, wenn Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gestärkt würden. Prof. Dr. Peter Paulus, Lüneburg, stellte den beiden Individualansätzen die gesundheitsfördernde Schule als setting-orientierten Ansatz entgegen. Grundlage der Stressprävention müsse „eine Veränderung und Umgestaltung von relevanten Lebenskontexten“ sein.
Die TK bietet Präventionskurse für acht- bis zehnjährige Kinder nach dem Konzept von „Bleib locker“ an. Auskünfte erteilen alle Geschäftsstellen und sind im Internet unter www.tk-online.de abrufbar.
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