ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/200213. Shell Jugendstudie: Kontakte zu Ausländern wichtig zur Gewaltprävention

POLITIK

13. Shell Jugendstudie: Kontakte zu Ausländern wichtig zur Gewaltprävention

PP 1, Ausgabe Mai 2002, Seite 209

DB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Jugendliche blicken zuversichtlicher in die Zukunft, wenn sie Vertrauen in die eigenen Kompetenzen haben. Das ist für das aktive Handeln wichtiger als das Bildungsniveau – zu diesem Ergebnis kommt die 13. Shell Jugendstudie aus dem Jahr 2000. Jugendliche mit einer starken „Selbstwirksamkeitsüberzeugung“ sind leistungsorientierter, kommen besser mit Konflikten zurecht und können Heterogenität eher ertragen, was sich zum Beispiel in ihrer Offenheit gegenüber Ausländern zeigt.
In der Befragung von 4 500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren zeigte sich: Bei häufigem Umgang mit Ausländern geben unter 50 Prozent der Befragten an, der Ausländeranteil sei zu hoch. Diese Zahl steigt auf fast 80 Prozent, wenn kein Kontakt zu ausländischen Jugendlichen besteht. Außerdem halten 67 Prozent der Jugendlichen mit niedrigen Persönlichkeitsressourcen, das heißt einer passiven, erwartungsarmen Grundhaltung, den Anteil der in Deutschland lebenden Ausländer für zu hoch. Dieser Wert sinkt auf 52 Prozent, wenn Jugendliche höhere Selbstwirksamkeitsüberzeugungen haben. Es sei kein Zusammenhang herzustellen zwischen „Ausländerfeindlichkeit“ und Bildungs- oder Berufssituation. DB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema