ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2002Arztzahlen: Ungleiche Behandlung
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LNSLNS . . . Es ist schockierend, wie die Nachwuchsaussichten für den Ärzteberuf aussehen. Da mich dieses Thema indirekt betrifft, habe ich mich entschlossen, Sie anzuschreiben.
Ich bin eine 26-jährige Ärztin aus der Türkei und lebe nun aufgrund meiner Heirat mit meinem türkischen Ehemann seit fast eineinhalb Jahren in der BRD. Hier in meiner neuen Heimat wollte ich gerne meinen Beruf fortsetzen beziehungsweise meinen Facharzt machen. Als ich einen Antrag auf eine Berufs-
erlaubnis beim Hessischen Landesprüfungsamt für Heilberufe gestellt habe, musste ich eine Enttäuschung nach der anderen erleben. Ich bekam als Antwort, dass aufgrund der fehlenden Gleichartigkeit des Studieninhaltes eine Berufserlaubnis nur vergeben werden kann, wenn ich die deutsche Staatsangehörigkeit besitze oder mich aufgrund politischer Verfolgungen in der BRD befinde. Es ist wirklich sehr interessant, wie schnell die „mangelnde Gleichartigkeit des Studieninhaltes“ durch die Staatsangehörigkeit beziehungsweise des anerkannten Asyls ausgeglichen wird.
Vielleicht sind Sie nicht die richtige Adresse für solche Kritik, jedoch würde ich mich als Ärztin sehr freuen, wenn Sie mir für meinen Fall Möglichkeiten zum Ausüben meines Berufes nennen könnten. Mir ist es ein Rätsel, wie man bei der Zuwanderung ausländischer Ärzte zwischen 1995 und 2000 aus Osteuropa vorgegangen ist.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei meiner Suche behilflich sein könnten . . .
Dr. Serpil Sen, Valkenierstraße 22, 63263 Neu-Isenburg
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