BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bundesempfehlung

PP 1, Ausgabe Mai 2002, Seite 238

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LNSLNS Bundesempfehlung
der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Neukonzeption der vertragsärztlichen Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten und zur Einführung der bundesweit gültigen vertraglich vereinbarten Sachkostenpauschale für nichtärztliche Dialyseleistungen zum 1. Juli 2002


Der AOK-Bundesverband, K.d.ö.R., Bonn; der Bundesverband der Betriebskrankenkassen, K.d.ö.R., Essen; der IKK-Bundesverband, K.d.ö.R., Bergisch Gladbach; der Bundesverband der Landwirtschaftlichen Krankenkassen, K.d.ö.R., Kassel; die Bundesknappschaft, K.d.ö.R., Bochum; die See-Krankenkasse, K.d.ö.R., Hamburg; der Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V. sowie der AEV-Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V., Siegburg, – einerseits – und die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Köln, – andererseits – geben im Zusammenhang mit dem In-Kraft-Treten der vertraglichen Regelung zur Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten in der vertragsärztlichen Versorgung zum 1. 7. 2002 nachfolgende Empfehlung ab:


(1) Die Partner der Bundesmantelverträge verfolgen mit den Regelungen zur Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten in der vertragsärztlichen Versorgung das vorrangige Ziel, die Versorgung dieser Patienten in allen Stadien ihrer Erkrankung nachhaltig und dauerhaft zu verbessern.

Dazu dienen insbesondere
– die Regelungen der Bundesmantelverträge, die eine an der Qualität der Versorgung orientierte strukturierte und von Kooperation der Beteiligten geprägte stadiengerechte Behandlung gewährleisten sollen,
– eine Auslastungssteuerung, die den Vertragsärzten und Einrichtungen als Grundlage ihrer Versorgungsverantwortung wirtschaftliches Handeln ermöglichen soll,
– die Änderung der Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zu den Blutreinigungsverfahren gemäß § 135 Abs. 2 SGB V
– und eine auf die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Vergütungsregelung.
Die Partner dieser Bundesempfehlung werden darauf hinwirken, dass der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen zur Sicherung der Ergebnisqualität baldmöglichst eine einrichtungsübergreifende vergleichende Richtlinie gemäß § 136 a Nr. 1 in Verbindung mit § 135 a Abs. 2 SGB V beschließt. Hierzu wird geprüft, in der technischen Umsetzung dieser Richtlinie mit QuaSi-Niere gGmbH zu kooperieren.
(2) Soweit nichtärztliche Dialyseleistungen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung erbracht werden, werden sie auch nach Einführung der vertraglich vereinbarten, bundesweit gültigen Pauschalerstattungen nach den Nrn. 7270 bis 7273 des EBM gemäß § 85 Abs. 3 a Satz 4 SGB V außerhalb der Gesamtvergütungen honoriert.
(3) Die Partner der Bundesmantelverträge beabsichtigen, mit Wirkung zum 1. Juli 2003 die vertraglich vereinbarte Vergütungsregelung nach der Nr. 7270 morbiditäts- bzw. aufwandsbezogen zu differenzieren. Diese Differenzierung soll im Vergleich zum Zeitpunkt der Umsetzung aufwandsneutral erfolgen.
(4) Die Partner dieser Vereinbarung werden die Auswirkungen der Vergütungsregelungen auf die Versorgung sorgfältig überwachen und gegebenenfalls notwendige Veränderungen vornehmen.
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