ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2002Chronischer Schmerz: Komplexe Behandlung

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Chronischer Schmerz: Komplexe Behandlung

PP 1, Ausgabe Juni 2002, Seite 245

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LNSLNS Kinder und Jugendliche unzureichend versorgt
Für Erwachsene werden zunehmend Konzepte und Leitlinien in der Schmerzbehandlung erstellt. Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen sei dagegen unzureichend, kritisierte Priv.-Doz. Dr. med. Reiner Frank, Institut und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er fordert interdisziplinäre Gruppen zu etablieren, zusammengesetzt aus Vertretern der Pädiatrie, Anästhesie, Kinderchirurgie, Neurologie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, um der komplexen Behandlung gerecht zu werden.
Den aktuellen Forschungsstand der unterschiedlichen Disziplinen beschreibt Frank in dem gerade erschienenen Buch „Chronischer Schmerz bei Kindern und Jugendlichen“, Hans Marseille Verlag, München. Beispielsweise, dass Schmerzerfahrungen zu einem Schmerzgedächtnis führten und bereits beim Neugeborenen spätere Reaktionen auf Schmerzen bestimmten. Eine verstärkte Schmerzempfindung hätten Kinder mit chronischen Bauchschmerzen, eine verminderte hätten Jugendliche mit selbstverletzendem Verhalten. Nicht nur in der Psychotherapie, sondern auch in der Onkologie, auf der Intensivstation und in der postoperativen Behandlung spielten Zuwendung und die Beziehung zum Patienten eine große Rolle für den Heilungserfolg.
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