ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2002Depressionen: Vermeidbare Folgekosten

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Depressionen: Vermeidbare Folgekosten

PP 1, Ausgabe Juni 2002, Seite 246

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LNSLNS Rechtzeitige psychotherapeutische Behandlung
Mehr finanzielle Mittel für die Behandlung der Depression fordert der Deutsche Psychotherapeutenverband e.V. (DPTV), Berlin. „Rechtzeitige psychotherapeutische Behandlungen könnten das angeschlagene Gesundheitssystem um rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr entlasten“, sagte Dipl.-Psych. Andreas Wünscher bei einer Pressekonferenz des DPTV. Die Honorarverteilung durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung ignoriere weitgehend die Leistungspotenziale der Psychotherapie. Der Bundesverband beruft sich auf Studien, denen zufolge jährlich mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland an einer depressiven Störung erkranken. Mit Behandlungskosten von 2 500 bis 3 000 Euro für eine psychotherapeutische Behandlung bei früher Diagnose könnte das Gesundheitssystem von vermeidbaren Folgekosten wie beispielsweise krankheitsbedingten Arbeitszeitausfällen entlastet werden, betonte Wünscher. Oft würden depressive Störungen von Hausärzten verspätet erkannt und ausschließlich medikamentös behandelt. Die Psychotherapie könne den Patienten jedoch helfen, die Ursache für ihre Erkrankung zu erkennen, und damit eine bewusste Heilung herbeiführen.
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