ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2002Psychische Erkrankungen: Starker Anstieg bei Jüngeren

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Psychische Erkrankungen: Starker Anstieg bei Jüngeren

PP 1, Ausgabe Juli 2002, Seite 292

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LNSLNS DAK legt Gesundheitsreport 2002 vor.
Psychische Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren vor allem bei jungen Menschen alarmierend zugenommen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2002 der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) hervor. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen nahm demnach die Häufigkeit der Fälle zwischen 1997 und 2001 um 70 bis 90 Prozent zu. Bei den DAK-Mitgliedern stieg die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen in den vergangenen fünf Jahren um 51 Prozent. Die Hauptursache waren Depressionen, gefolgt von neurotischen Erkrankungen, wie Angst- und Zwangsstörungen, Suchterkrankungen und Essstörungen.
Bei Frauen nahmen die psychischen Erkrankungen stärker zu als bei Männern. Ihre Zahl stieg um 57 Prozent, bei den 20- bis 24-jährigen Frauen sogar um 90 Prozent. Der stellvertretende DAK-Vorstandsvorsitzende, Eckhard Schupeta, forderte eine bessere Versorgung der Menschen mit psychischen Problemen.
Die krankheitsbedingten Fehltage bei den Angestellten in Ost und West blieben im vergangenen Jahr unverändert: Der Krankenstand lag 2001 ebenso wie in den beiden Vorjahren bei 3,5 Prozent. 2001 war demnach jedes Mitglied der Deutschen Angestellten Krankenkasse im Durchschnitt 12,8 Tage krank. 54 Prozent der Fehltage entfielen auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, der Atmungsorgane und Verletzungen. Weitere knapp 21 Prozent der Fehltage waren bedingt durch psychische Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungssystems und des Kreislaufsystems.
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