ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2002Arbeitsmedizin: Krankmeldung bei Stress

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Arbeitsmedizin: Krankmeldung bei Stress

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LNSLNS Mobbing verursacht 24,5 Milliarden Euro Schaden.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat erstmals die durch Erkrankungen am Arbeitsplatz verursachten Kosten in Deutschland ermittelt. So gab es 1998 einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 28,4 Milliarden Euro, weil sich Arbeitnehmer krank meldeten und in ihren Betrieben fehlten. „Das sind in etwa 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes“, sagte Andreas Horst vom Bundesarbeitsministerium in Dortmund. Vor dem Hintergrund der geplanten Gesundheitsreform gehe es darum, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Erkrankungen durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz – wie zum Beispiel Mobbing – verursachten dabei einen Schaden von 24,5 Milliarden Euro, teilte der mit der Studie beauftragte Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) mit. Bei den körperlichen Beschwerden machten Muskel- und Skelettkrankheiten rund ein Drittel der Ausgaben aus. Nach Angaben der BKK können die Kosten psychischer und physischer Erkrankungen nicht addiert werden, weil sie oft gleichzeitig auftreten.
„Angesichts dieser Zahlen sollten die Betriebe dazu ermutigt werden, mehr für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun“, sagte BAuA-Präsident, Hans-Jürgen Bieneck. Horst kündigte an, dass die Bundesregierung eine nationale Initiative für bessere Arbeitsbedingungen plane. So könne allein durch eine Verringerung der psychischen Belastungen jede sechste Erkrankung verhindert werden: Das würde rund 3,8 Milliarden Euro einsparen.
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