ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2002Praxiseinkommen: Kritik an ZI-Studie

NACHRICHTEN

Praxiseinkommen: Kritik an ZI-Studie

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BVVP moniert Fehlinterpretation beim
Einkommensvergleich.
Ende Mai hatte die vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) vorgelegte Praxiskostenstrukturanalyse bestätigt, dass Psychotherapeuten bei hoher Arbeitsbelastung kein angemessenes Einkommen erzielen. Obwohl die ZI-Kostenstrukturanalyse das Anliegen der Psychotherapeuten maßgeblich unterstützt, wirft der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (BVVP) den Verfassern in einem Punkt eine „irreführende statistische Unzulässigkeit“ vor. Die Studie schlussfolgert, dass die Einkommen der Psychotherapeuten nicht schlechter als die vergleichbarer Arztgruppen, wie Allgemeinärzte und Nervenärzte, bei vergleichbaren Jahresarbeitsstunden seien. Dies sei eine Fehlinterpretation, meint Dr. Frank Roland Deister, Pressesprecher des BVVP, denn das ZI habe die höchste Honorarklasse der Psychotherapeuten (über 100 000 DM vertragsärztliches Honorar im Jahr 1999) mit den niedrigsten Honorarklassen der Allgemeinärzte (bis 260 000 DM) und Nervenärzte (bis 220 000 DM) verglichen. Dabei werde unterschlagen, dass die Praxisgewinne der Allgemein- und Nervenärzten in der oberen Vergleichsgruppe viel höher lägen.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema