ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2002Fallpauschalen: Altersbezogene DRGs gefordert

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Fallpauschalen: Altersbezogene DRGs gefordert

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Der Betreuungsaufwand für Kinder ist höher als bei Erwachsenen. Foto: David Ausserhofer/JOKER
Der Betreuungsaufwand für Kinder ist höher als bei Erwachsenen. Foto: David Ausserhofer/JOKER
Psychosoziale Versorgung von Kindern im Krankenhaus gefährdet

Rund 2 200 Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen werden jährlich in den pädiatrisch-onkologischen Abteilungen der Krankenhäuser behandelt und in der Nachsorge betreut. Drei von vier Patienten können langfristig geheilt werden. Viele leben jedoch lange mit der Angst vor Rückfällen. Die psychosoziale Versorgung der Kinder und ihrer Familien wurde daher 1990 in die Regelversorgung aufgenommen. Die Finanzierung sieht der Runde Tisch psychosozialer Fachgesellschaften im Akutkrankenhaus durch die Einführung der Fallpauschalen gefährdet. Dem Runden Tisch gehören 13 ärztliche und psychologische Fachgesellschaften an. Sie verweisen auf mögliche Budget-Verluste für die Kinderkliniken und -abteilungen: Der höhere Betreuungsaufwand im Vergleich zu Erwachsenen werde bei Anwendung einheitlicher Diagnoseschlüssel nicht ausreichend honoriert. Dies haben erste Auswertungen der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und -abteilungen in Deutschland belegt. Der Runde Tisch fordert, die psychosoziale Versorgung durch altersbezogene Unterteilung der Diagnosegruppen und die Ausweisung kindspezifischer Schlüssel in die DRGs einzubinden.
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