ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2002Familientherapie: Begleitende Psychotherapie inbegriffen
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LNSLNS Frau Dlubis-Mertens schreibt über eine Äußerung von Prof. Mattejat, dass „die Flucht in die Einzeltherapie durch nichts gerechtfertigt sei“. Oft frage ich mich, warum analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie nicht zu den „familienorientierten Interventionsformen“ gerechnet werden. Bei beiden Therapieformen ist „begleitende Psychotherapie für die Bezugspersonen“ im Verhältnis von eins zu vier inbegriffen; das heißt, dass auf vier Stunden des Kindes oder Jugendlichen eine Stunde für die Bezugspersonen, also für Eltern oder Stiefelternteile, eingeplant und von den Kassen bezahlt werden. In einer Familie arbeiten also, wenn es gut geht, Kind/Jugendliche und Eltern oder, wie heutzutage häufig, Kind/Jugendliche und ein Elternteil. Aber selbst bei geschiedenen Eltern ist es gar nicht selten, dass auch der Elternteil mitarbeitet, bei dem sich das Kind oder der/die Jugendliche am Wochenende aufhält. Andererseits gehört es zum Allgemeinwissen, dass, wenn sich in einem System ein Teil verändert, sich die anderen einer Veränderung nicht entziehen können . . .
Heidegreth Wurster, Ludwigstraße 73 a, 70176 Stuttgart

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