ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2002Arzneiverordnungen: Zentralinstitut legt Studie vor

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Arzneiverordnungen: Zentralinstitut legt Studie vor

PP 1, Ausgabe September 2002, Seite 388

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LNSLNS Morbidität erklärt regionale Unterschiede.

Die behandelte Morbidität erklärt regionale Unterschiede von Arzneiverordnungen in Arztpraxen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) vor kurzem vorgestellt hat. Verglichen wurden die Verordnungen für acht ausgewählte Indikationen innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigungen Brandenburg und Nordrhein.
Der Studie zufolge zeigte sich, dass der Arzneimittelverbrauch gegenüber der Vergleichsregion erhöht war, wenn gleichzeitig mehr Diagnosen in der jeweiligen Indikation gestellt wurden. So führte beispielsweise eine höhere Herz-Kreislauf-Morbidität in Brandenburg zu einem höheren Verbrauch zum Beispiel von Antihypertonika und Betablockern. Dasselbe gilt für Diabetes und Antidiabetika. Demgegenüber stand in Nordrhein ein höherer Verbrauch von Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie psychische und Verhaltensstörungen.
Nach Angaben des ZI entfielen auf die acht ausgewählten Indikationen in beiden Vergleichsregionen mehr als die Hälfte des Arzneimittelverbrauchs zulasten der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Der Einfluss weiterer Faktoren auf den Arzneimittelverbrauch, wie Arztdichte oder Therapietreue der Patienten, müsse noch untersucht werden.

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