ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2002Arzneiverordnungen: Zentralinstitut legt Studie vor

NACHRICHTEN

Arzneiverordnungen: Zentralinstitut legt Studie vor

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Morbidität erklärt regionale Unterschiede.

Die behandelte Morbidität erklärt regionale Unterschiede von Arzneiverordnungen in Arztpraxen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) vor kurzem vorgestellt hat. Verglichen wurden die Verordnungen für acht ausgewählte Indikationen innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigungen Brandenburg und Nordrhein.
Der Studie zufolge zeigte sich, dass der Arzneimittelverbrauch gegenüber der Vergleichsregion erhöht war, wenn gleichzeitig mehr Diagnosen in der jeweiligen Indikation gestellt wurden. So führte beispielsweise eine höhere Herz-Kreislauf-Morbidität in Brandenburg zu einem höheren Verbrauch zum Beispiel von Antihypertonika und Betablockern. Dasselbe gilt für Diabetes und Antidiabetika. Demgegenüber stand in Nordrhein ein höherer Verbrauch von Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie psychische und Verhaltensstörungen.
Nach Angaben des ZI entfielen auf die acht ausgewählten Indikationen in beiden Vergleichsregionen mehr als die Hälfte des Arzneimittelverbrauchs zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der Einfluss weiterer Faktoren auf den Arzneimittelverbrauch, wie Arztdichte oder Therapietreue der Patienten, müsse noch untersucht werden.

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote