ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1996Praxisbudgets: Voll daneben

SPEKTRUM: Leserbriefe

Praxisbudgets: Voll daneben

Kluger, Robert

Zu dem von der KBV vorgelegten und der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV beschlossenen neuen Vergütungsmodell (Berichterstattung in Heft 36/1996 und 38/1996)
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LNSLNS Selbst als statistikerfahrener EDV-Freak mußte ich mehrmals lesen, um einigermaßen zu verstehen, was der Autor "KBV" uns dummen Ärzten sagen wollte.
Sätze wie "Das jeweilige Zusatzbudget errechnet sich aus der durchschnittlichen fallzahlbezogenen Punktzahlanforderung der Leistungen des jeweiligen Moduls der regionalen fachgruppenbezogenen Erbringer" sprechen für sich und zeigen, mit welcher Methode uns hier ein bewußt undurchschaubar gemachtes Abrechnungssystem untergejubelt werden soll. Schon jetzt können nur konsequente EDV-Nutzer entscheiden, ob ein erforderliches therapeutisches Gespräch bei psychosomatischer Erkrankung wegen Erreichens der Budget-Grenze gegebenenfalls um vier Wochen (ins neue Quartal) verschoben werden muß; obwohl es eigentlich keine Rolle spielt, da sowieso unklar ist, ob das (nach vier Monaten) ausgezahlte Honorar der erwarteten Höhe entspricht.
Arbeitszeiten von 10 bis 12 Stunden täglich, unbezahlte Nacht- und Wochenend-Bereitschaft, Fortbildung in der Freizeit, rückwirkende Gehaltskürzungen, undurchsichtige Tarifverträge – jede Gewerkschaft hätte ihre Funktionäre nicht nur entlassen, sondern mit Schimpf und Schande zum Teufel gejagt! Und was machen wir? Danke, liebe KBV!
Dr. med. Robert Kluger, Schloßstraße 14 – 16, 32257 Bünde
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