ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Kassenärzte: Einsatz für die Prävention

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Kassenärzte: Einsatz für die Prävention

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LNSLNS Koloskopie zur Früherkennung von Darmkrebs ist Kassenleistung.
Seit dem 1. Oktober können gesetzlich Krankenversicherte zulasten ihrer Krankenkasse im Rahmen der Krebsfrüherkennung zwei Darmspiegelungen vornehmen lassen, die erste ab dem 55. Lebensjahr und eine zweite zehn Jahre später. Versicherten zwischen dem 50. und dem 55. Lebensjahr steht jährlich eine Stuhluntersuchung auf Blut zu. „So können Polypen rechtzeitig erkannt werden und Darmkrebs im Idealfall gar nicht erst entstehen“, sagte Dr. med. Leonhard Hansen, Zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Berlin. Die Kassenärzte setzten sich intensiv für die Prävention ein und hätten jetzt mit den Krankenkassen den Anspruch auf die weltweit modernste Darmkrebsvorsorge ausgehandelt.
„Der Arzt ist der kompetente Ansprechpartner in Sachen Vorsorge“, sagte Hansen. Deshalb wolle die KBV aktiv im von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gegründeten Deutschen Forum Prävention und Gesundheitsförderung mitarbeiten. „Prävention muss neben der Kuration, Pflege und Rehabilitation zur vierten Säule im Gesundheitswesen werden, wenn wir die Gesetzliche Krankenversicherung zukunftssicher machen wollen“, erklärte Hansen. In diesem Zusammenhang wies er auf die Präventionstage der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Landesärztekammern hin, die am 29. Oktober starten. Mit Informationsmaterialien, Zeitungs- und Hörfunkbeiträgen, Veranstaltungen und Ständen in Fußgängerzonen wollen sich Ärzte direkt an die Bevölkerung wenden. Themen sind unter anderem Krebsfrüherkennung, Bewegung, Stress und richtige Ernährung.
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