ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Internet-Apotheken: USA sind kein Vorbild

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Internet-Apotheken: USA sind kein Vorbild

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Arzneiversand: mit deutschen Qualitätsansprüchen nicht vereinbar Foto: dpa
Arzneiversand: mit deutschen Qualitätsansprüchen nicht vereinbar Foto: dpa
Pharmagroßhandel hält Versandhandel nicht für eine wirkliche Alternative.
Einen Marktanteil von zwölf Prozent konnte der Versandhandel mit Medikamenten in den USA nur erreichen, weil die Krankenversicherungen intensiv dafür geworben haben und Patienten finanziell davon profitieren. Der Preis für diese Entwicklung ist jedoch unter dem Strich ein Anstieg der Arzneimittelkosten und eine Einschränkung der Therapiemöglichkeiten. In der Schweiz hat sich der Marktanteil des Versandhandels auf drei Prozent eingependelt, in den Niederlanden liegt er bei 0,03 Prozent.
Das hat eine Studie ergeben, die die Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young in Berlin vorgelegt hat. Auftraggeber war der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels. Nach Ansicht des Vorsitzenden Lother Jenne belegt die Studie, dass der Versandhandel die Therapiefreiheit der Ärzte beschneidet. Das Sortiment werde drastisch eingeschränkt, die zeitnahe Medikamentenversorgung verschlechtere sich. „Mit den deutschen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Arzneiversorgung ist das amerikanische Versandmodell nicht zu vereinbaren“, erklärte Jenne. Die Studie ist abrufbar unter www.phagro.de.

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