ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Leitlinien für Arzneimittelspenden

THEMEN DER ZEIT

Leitlinien für Arzneimittelspenden

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Leitlinien für Arzneimittelspenden
Auswahl der Arzneimittel
- Arzneimittel sollen nur aufgrund eines ausdrücklich festgelegten Bedarfs und nur nach vorheriger Zustimmung des Empfängers gespendet werden.
- Alle Arzneimittel müssen in der nationalen Arzneimittelliste des Empfängerlandes oder zumindest in der WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente aufgeführt sein.
- Darreichungsform und Stärke sollen den Gepflogenheiten im Empfängerland entsprechen.
Qualität und Haltbarkeit
- Gespendete Arzneimittel müssen aus einer zuverlässigen Quelle stammen und den Qualitätsanforderungen des Spender- und des Empfängerlandes entsprechen.
- Arzneimittel aus Haushalten oder Ärztemuster dürfen nicht gespendet werden.
- Nach Eintreffen im Empfängerland müssen die Arzneimittel noch mindestens ein Jahr haltbar sein. Ausnahmen sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Empfängers möglich.
Verpackung
- Die Beschriftung der Arzneimittel muss im Empfängerland verstanden werden. Die generische Bezeichnung ist zu verwenden.
- Arzneimittelspenden sollen aus Großpackungen bestehen.
- Der Spende ist eine detaillierte Packliste beizufügen.
Abwicklung
- Der Empfänger muss über alle Spenden rechtzeitig unterrichtet werden.
- Die Wertangabe sollte auf dem internationalen Großhandelspreis basieren.
- Sämtliche Transportkosten bis zum Empfängerland sowie die Einfuhrgebühren sollten vom Spender übernommen werden.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote