ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Leitlinien für Arzneimittelspenden

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Leitlinien für Arzneimittelspenden

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LNSLNS Leitlinien für Arzneimittelspenden
Auswahl der Arzneimittel
- Arzneimittel sollen nur aufgrund eines ausdrücklich festgelegten Bedarfs und nur nach vorheriger Zustimmung des Empfängers gespendet werden.
- Alle Arzneimittel müssen in der nationalen Arzneimittelliste des Empfängerlandes oder zumindest in der WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente aufgeführt sein.
- Darreichungsform und Stärke sollen den Gepflogenheiten im Empfängerland entsprechen.
Qualität und Haltbarkeit
- Gespendete Arzneimittel müssen aus einer zuverlässigen Quelle stammen und den Qualitätsanforderungen des Spender- und des Empfängerlandes entsprechen.
- Arzneimittel aus Haushalten oder Ärztemuster dürfen nicht gespendet werden.
- Nach Eintreffen im Empfängerland müssen die Arzneimittel noch mindestens ein Jahr haltbar sein. Ausnahmen sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Empfängers möglich.
Verpackung
- Die Beschriftung der Arzneimittel muss im Empfängerland verstanden werden. Die generische Bezeichnung ist zu verwenden.
- Arzneimittelspenden sollen aus Großpackungen bestehen.
- Der Spende ist eine detaillierte Packliste beizufügen.
Abwicklung
- Der Empfänger muss über alle Spenden rechtzeitig unterrichtet werden.
- Die Wertangabe sollte auf dem internationalen Großhandelspreis basieren.
- Sämtliche Transportkosten bis zum Empfängerland sowie die Einfuhrgebühren sollten vom Spender übernommen werden.
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