ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Brustkrebs-Studie: GENICA-Studie unerwähnt
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LNSLNS . . . Wir möchten in diesem Zusammenhang auf eine andere, bereits seit 1999 laufende deutsche Studie zu diesem Thema aufmerksam machen: Im Rahmen des Deutschen Humangenomprojektes und unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung führt das GENICA-Konsortium (The interdisciplinary Study Group on
Gene-ENvironment Interactions and Breast CAncer in Germany) eine molekular-epidemiologische Fall-Kontroll-Studie zu Brustkrebsrisiken bei Frauen aller Altersstufen durch. Bis Mitte 2004 sollen 1 000 Patientinnen und 2 000 Bevölkerungskontrollen rekrutiert werden. Die Studienregion umfasst die Stadt Bonn sowie die angrenzenden Kreise Rhein-Sieg und Euskirchen. Im Rahmen eines computer-gestützten Interviews werden neben einer Reihe von verschiedenen Faktoren auch Einzelheiten der Lebensweise wie Ernährung und körperliche Aktivität sowie der reproduktiven Faktoren und Einnahme von Hormonen erfragt. Anhand einer Blutprobe werden dazu parallel molekular-genetische Faktoren untersucht, die bei der Verstoffwechslung von Fremdstoffen und Medikamenten eine Rolle spielen. Die Studie hat zum Ziel, die Risiken für die Entstehung von Brustkrebs zu identifizieren, die durch das Zusammenwirken von Umwelteinflüssen und genetischer Konstitution entstehen. Das schließt insbesondere auch die Frage nach einem Brustkrebsrisiko durch die Einnahme von Hormonen, insbesondere als Hormonsubstitution bei postmenopausalen Frauen, ein. Erste Zwischenergebnisse werden bis Ende 2002 erwartet . . .
Priv.-Doz. Dr. Hiltrud Brauch,
Dr. Margarete-Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie, Auerbachstraße 112, 70376 Stuttgart
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