ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Horst Seehofer: Nicht schönreden
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LNSLNS . . . Diesen Politiker darf man ebenso wenig schönreden wie seinen damaligen Chef Helmut Kohl. Seehofer wird auf Jahre der Ge­sund­heits­mi­nis­ter bleiben, der insbesondere den niedergelassenen Ärzten am meisten geschadet hat. Budget und Budgetüberschreitungshaftung sind ebenso sein Werk wie die Quasi-Zerschlagung der ambulanten Rehakur und das heillose Zerwürfnis mit den Physiotherapeuten. Auf Seehofers Politik des divide et impera geht der Facharzt-Hausarzt-Streit zurück – und all das wird nicht geringer, weil Seehofers Nachfolgerin Fischer hieß und deren Schmidt.
Ich halte deswegen auch Ihren wohlgemeinten Versuch für unangebracht, ihm eine Läuterung nach schwerer Krankheit zuzugestehen. Ist etwa Schäubles Politik anders geworden, beispielsweise behindertenfreudiger, seitdem er im Rollstuhl sitzt? Trennen wir also bitte schön die Leiden, die Seehofer erlitten hat, von denen, die er als Überzeugungstäter anderen zugefügt hat . . .
Dr. med. Karlheinz Bayer, Forsthausstraße 22, 77740 Bad Peterstal
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