ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Pharmakologie: Kostenaspekt beachten
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LNSLNS In keinem anderen Bereich der kassenärztlichen Medikamentenverordnung wird der Arzt derart eklatant in die Schere zwischen Kosten und medizinisch-wissenschaftlichen Ansprüchen genommen wie bei den teuren Me-too-Präparaten, weil die geforderten Preise dabei meist in keinem akzeptablen Verhältnis zur erreichten Verbesserung stehen!
Geregelt wird die Arzneimittelverordnung durch Vertragsärzte und Richtlinien des Sozialgesetzbuches V: „Notwendig, zweckmäßig und wirtschaftlich“. Daran muss (Richtlinie!) sich der Arzt bei der Rezeptierung halten! Danach erfüllt aber fast kein Me-too-Präparat die Kriterien einer „notwendigen und wirtschaftlichen“ Verordnungsweise, ggf. höchstens zweckmäßig, und das reicht nicht aus!
Es sei daran erinnert, dass in Deutschland ein jeder Kassenarzt für die Verschreibung eines jeden einzelnen Medikamentes persönlich pekuniär zu haften hat. Insofern stehen die von Ihnen eingeholten wissenschaftlich-pharmakologischen Informationen in grellem Gegensatz zur Regress-Haftungsrealität des verordnenden Kassenarztes, was den Herren Kollegen Pharmako-Professoren jedoch in ihrer Tragweite kaum bewusst sein dürfte . . .
Dr. med. Traut, Am Himmelreich 1, 79312 Emmendingen
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