ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1996Praxisbudgets: Hausgemachter Punktwertverfall

SPEKTRUM: Leserbriefe

Praxisbudgets: Hausgemachter Punktwertverfall

Chevalier, Johannes

Zu dem von der KBV vorgelegten und der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV beschlossenen neuen Vergütungsmodell (Berichterstattung in Heft 36/1996 und 38/1996)
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LNSLNS Du legst Dich in der Nacht vom 31. Dezember 1995 auf den 1. Januar 1996 friedlich ins Bett, und wenn Du am 1. Januar 1996 aufwachst, so hat sich für Dich die Welt verändert. Ein halbes Jahr später merkst Du, daß durch eine willkürliche Neuordnung der KBV der Praxisalltag Dich dermaßen vehement erfaßt, daß alle Deine betriebswirtschaftlichen Überlegungen über Bord geworfen werden und nunmehr Neues in Aussicht steht. Der sogenannte Punktwertverfall wurde hausgemacht. Herr Schorre hat weder den KVen noch der Basis irgendwelche Zahlen offengelegt, aus denen hervorgeht, wie hoch das Budget ist. Wir sind daran gewöhnt, uns durch die KBV dirigieren zu lassen: diese setzt uns eine rosarote Brille auf und macht uns weis, daß "unsere Arbeit im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu ordentlichen Punktwerten vergütet wird".
Vermißt wird eine klare Aussage darüber, wieso unsere Honorare seit Jahren "stringent budgetiert" sind. Tatsache ist, daß die KBV versucht, innerhalb der Ärzteschaft einen Heckenschnitt zu verwirklichen, und dies mit dem neuen EBM initiiert hat. Falsch ist die Äußerung von Herrn Schorre: "Nicht der neue EBM ist die Ursache für die Misere."
Wo liegt die Misere dann, wenn nicht in diesem Honorarsystem, in dem Leistungsspektren abgesteckt werden können, die sich mit betriebswirtschaftlichen Erwägungen nicht mehr in Einklang bringen lassen? . . .
Dr. med. Johannes Chevalier, Weißliliengasse 17, 55116 Mainz
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