ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2002Ist eine Elimination der Varizellen durch eine allgemeine Impfung möglich? Komplikationen bedenken
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LNSLNS Der Artikel ist ein typisches Beispiel dafür, wie blind mit Impfungen umgegangen wird. Die Möglichkeit, dass die Impfung selbst Komplikationen (und damit auch zusätzliche Folgekosten) verursachen könnte, wird überhaupt nicht erwähnt, so als wäre das absolut undenkbar. Das entspricht exakt dem Bild, das impfkritische Ärzte und Eltern immer wieder vorfinden: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Folglich werden konsequent alle negativen Erscheinungen, auch wenn der zeitliche und inhaltliche Zusammenhang mit der Impfung noch so deutlich ist, erst einmal als zufälliges Zusammentreffen hingestellt, ein ursächlicher Zusammenhang bestritten, solange dieser nicht eindeutig nachgewiesen ist. Eigentlich sollte die Beweislast umgekehrt sein. Es müsste in jedem Einzelfall bewiesen werden, dass der eindeutige zeitliche Zusammenhang kein kausaler sein kann, denn es sollte in der Medizin immer noch der alte Satz „primum nil nocere“ gelten, insbesondere, wenn es sich um prophylaktische, nicht therapeutische Maßnahmen handelt!

Karl Weiß
Hermannstraße 55, 32756 Detmold

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