Supplement: Praxis Computer

Aufklärung: Noch Fragen?

Dtsch Arztebl 2002; 99(41): [1]

Schmedt, Michael

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LNSLNS Kürzlich war der „Weißkitteleffekt“ Thema einer Studie im British Medical Journal. Danach steigt der Blutdruck des Patienten allein beim Anblick des Arztes. Diesen Effekt könnte man auch vermuten, wenn der Arzt sich bei der medizinischen Aufklärung erkundigt, ob der Patient noch Fragen hätte. Denn oft bleibt der Patient stumm, und erst beim Verlassen der Arztpraxis kommen viele Fragen, die er zur eigenen Beruhigung gerne beantwortet hätte. Recherchiert der Patient daraufhin im Internet, könnten die Ängste, die sich aus den unbeantworteten Fragen ergeben, eher noch verstärkt werden, da die Suchergebnisse oft schwer zu bewerten sind. Eine Möglichkeit, um die Arzt-Patienten-Interaktion zu verbessern, stellt der Titelaufsatz auf Seite 12 ff. dieser Ausgabe vor. Ein PC-Auskunftssystem beantwortet Fragen der Patienten zu definierten Themen. Eine Idee, die überlegenswert scheint, um dem Patienten Informationen zeitunabhängig verfügbar zu machen. Der Patient darf aber nicht den Eindruck gewinnen, der virtuelleRatgeber könne den Arzt ersetzen. Solch ein System kann nur unterstützend wirken. Die Beantwortung individueller Fragen, Prognosen oder sogar Diagnosen wären fehl am Platze. Prävention und allgemeine Informationen sind realistisch und hilfreich. Zudem muss eine ständige Qualitätssicherung der Datenbasis gewährleistet sein. Michael Schmedt
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