ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 5/2002Neue Generation von mobilen Lesegeräten

Supplement: Praxis Computer

Neue Generation von mobilen Lesegeräten

Dtsch Arztebl 2002; 99(41): [2]

Spranger, Ronny

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Aufgrund einer Änderung des Bundesmantelvertrags müssen Ärzte, die mobile Lesegeräte einsetzen, gegebenenfalls ihre Geräte auswechseln oder zumindest den neuen technischen Anforderungen anpassen lassen. Die vertraglichen Grundlagen zur Änderung der Spezifikation wurden bereits im Juli 2001 zwischen den Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Köln, geschaffen und auch im Bundesmantelvertrag festgeschrieben. Die Neuregelung zur Handhabung der Lesegeräte nach BMV-Ä § 19 Abs. 6 lautet:
„Ab dem 1. Januar 2003 muss die Übertragung von Daten aus mobilen Lesegeräten neben den Patientendaten von der Krankenversichertenkarte auch das Einlesedatum der Krankenversichertenkarte in das mobile Lesegerät beinhalten. . . . Nach dem erfolgreichen Übertragen der Daten vom mobilen Lesegerät gemäß Abs. 5 sind diese vom mobilen Lesegerät automatisch zu löschen.“
Nach Gesprächen mit den Lesegeräte-Herstellern und der Klärung der technischen Details konnte die Spezifikation bereits fertiggestellt werden. Damit die neuen Geräte auch noch rechtzeitig nächstes Jahr auf den Markt kommen können, wird noch ein beschleunigtes Zertifizierungsverfahren entwickelt, dem der Bundesbeauftragte für den Datenschutz aber noch zustimmen muss. Manche Geräte müssen möglicherweise nicht ersetzt werden, weil ein Firmware-Update hierfür bereits ausreicht. Allerdings muss der Arzt für die Zeit der Umrüstung auf sein Lesegerät verzichten. Da ein solches Update auch nicht kostenfrei ist, sollte er vorher genau abwägen, ob der Kauf eines neuen Gerätes nicht sinnvoller ist. Zusätzlich zu den im Bundesmantelvertrag erwähnten Funktionalitäten – Speicherung des Einlesedatums sowie automatisches Löschen eines Datensatzes nach erfolgreicher Übertragung an den PC – wird künftig auch die Zulassungsnummer des Lesegerätes übertragen. Für die Ärzte mit Minimalausstattung ändert sich kaum etwas. Lediglich im Feld „Datum“ wird nicht mehr das Tagesdatum, sondern das wirkliche Einlesedatum der Krankenversichertenkarte in das mobile Lesegerät gedruckt.
Die neue Regelung über die Anwendung von mobilen Kartenlesern in der vertragsärztlichen Versorgung ist unter anderem auf den Wunsch der Ärzte zurückzuführen, durch geeignete Maßnahmen Manipulationsmöglichkeiten von Daten mit Abrechnungsrelevanz künftig zu verhindern. Ronny Spranger,
KBV, IT in der Arztpraxis
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