ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1996Management: Holleradidudeldö

SPEKTRUM: Leserbriefe

Management: Holleradidudeldö

Oppenkowski, Ralf

Zu dem Beitrag "Curriculum Ärztliches Qualitätsmanagement" von Dipl.-Volksw. Franz F. Stobrawa in Heft 33/1996
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LNSLNS . . . Statt das Schwergewicht auf den Prozeß der Qualitätssicherung zu legen und diesen in den Abläufen zu verankern, werden hier eigentlich nur neue Zertifikate und Diplome geschaffen. Es werden Formalismen installiert – die Inhalte sind nicht ganz so wichtig. Qualitätssicherung wird nur allzu oft mit bloßer (externer oder hierarchischer) Qualitätsskontrolle verwechselt – Qualitätsmanagementprozesse sollten sich aber auf allen hierarchischen Ebenen ärztlichen Handelns gleichberechtigt abspielen. Die Begeisterung des Autors kann ich also nicht teilen.
Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang noch auf einen Satz des Autors einzugehen: "Aber gerade die interdisziplinäre, interprofessionelle und fächerübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen des Qualitätsmanagements eröffnet dem Arzt einen angemessenen Weg, einen qualifizierten Bildungsabschluß zu erwerben und zu dokumentieren." Die Auflistung "interdisziplinär, interprofessionell und fächerübergreifend" ist gelungen, handelt es sich hier doch um einen weißen Schimmel – zugegeben: im Dreiklang klingt der Satz natürlich besser. Im Inhalt habe ich als Arzt schon mit meiner Approbation einen qualifizierten Abschluß erworben – das hier gepriesene Zertifikat erinnert mich doch eher an das berühmte Loriotsche Jodeldiplom, in diesem Sinne: Holleradidudeldö.
Ralf Oppenkowski, Paul-Ehrlich-Straße 23, 42113 Wuppertal
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