ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2002Paar- und Familientherapie

BÜCHER

Paar- und Familientherapie

PP 1, Ausgabe Oktober 2002, Seite 434

Wirsching, Michael; Scheib, Peter

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LNSLNS Familientherapie
Vielseitig und umfassend
Michael Wirsching, Peter Scheib (Hrsg.): Paar- und Familientherapie. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2002, XIII, 709 Seiten, 50 Abbildungen, 23 Tabellen, gebunden, 64,95 A
Ein Buch der Superlative: Ein Lehrbuch, 709 Seiten, 1 660 Gramm schwer, fast so hoch wie ein Leitz-Ordner, das in drei Jahren entstand und an dem über 60 Autoren mitgewirkt haben. Den Herausgebern von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychosomatik in Freiburg ist das Kunststück gelungen, unterschiedliche familientherapeutische Strömungen (systemisch, analytisch, verhaltenstherapeutisch) in ein gemeinsames Konzept zu lenken und eine übersichtliche, klare Struktur zu finden.
Die Autoren beschreiben alle Stationen des Behandlungsprozesses mit einem breiten Spektrum an Methoden, Konzepten und Settings in unterschiedlichen Kontexten, aber auch reichlich theoretische Grundlagen, Forschungsergebnisse sowie die Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Dabei sind viele Kapitel so lebendig geschrieben, dass der Leser geradezu eingeladen wird, an offenen Prozessen, an Entwicklungen teilzunehmen, die das System Familie betreffen, aber auch das Konzept Therapie, das sich ebenfalls mit der Zeit verändert.
Leider fehlt, wie die Herausgeber auch bedauern, ein ursprünglich geplantes Kapitel über Familienaufstellungen. Hier wäre Gelegenheit gewesen, dieses ursprünglich aus dem Psychodrama übernommene hochwirksame Instrument zu beschreiben und Stellung zu beziehen zur heftig umstrittenen Hellinger-Methode.
Allen Psychotherapeuten, die sich für Paar- und Familientherapie interessieren, sei dieses leicht und verständlich geschriebene, inhaltlich reiche Lehrbuch empfohlen. Ulrike Fangauf
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