ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2002Gesundheitspsychologie: Innovatives

NACHRICHTEN

Gesundheitspsychologie: Innovatives

PP 1, Ausgabe Oktober 2002, Seite 436

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Psychologen wollen nicht auf Krankenbehandlung reduziert werden.
Psychologen sehen ihre Aufgaben nicht allein in der Behandlung von Störungen mit Krankheitswert, sondern wollen künftig verstärkt präventive beziehungsweise „gesundheitspsychologische“ Aufgaben wahrnehmen. Dies war das Fazit des Landespsychologentages des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. in NRW, Bonn, der unter dem Motto „Gesundheit in Europa“ stand. „Wir haben viel Innovatives anzubieten, zum Beispiel gemeindepsychologische Ansätze, was der Entstehung von Krankheiten vorbeugen kann“, sagte die Vorsitzende des Landesfachverbandes NRW, Diplom-Psychologin Uschi Gersch. Es sei jedoch schwierig, Zugang zu den bestehenden Strukturen des Gesundheitssystems zu finden, kritisierte sie. Beispielsweise seien die Psychologischen Psychotherapeuten an der Koordinierung der Disease-Management-Programme nicht beteiligt gewesen, „obwohl wir uns sehr bemüht haben“.
Neue Aufgaben für Psychologen seien unter anderem Interventionen in benachteiligten Familien oder Familien mit chronisch Kranken, Behinderten oder Pflegebedürftigen. Sie können Beratungsaufgaben in Erziehungs- und Bildungsinstitutionen übernehmen sowie Eltern und Lehrer weiterbilden. Auch Konzeption von Gesundheitsprojekten bei Krankenkassen, Gesundheitsämtern, Kliniken und Selbsthilfe-Organisationen gehören zu ihren Arbeitsfeldern.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema