BRIEFE

Gutachterverfahren: Groteskes Argument

PP 1, Ausgabe Oktober 2002, Seite 458

Hellmann, Reinhard

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. . . Die Mobbingkriterien, die Herr Bämayr auflistet, vor allem willkürliche Rechtsauslegung, Disziplinierungsmaßnahmen, Schikane und Diskreditierung, wirtschaftliche Schädigung, Zerstörung des beruflichen Selbstverständnisses, lassen sich unschwer auffinden. Die Argumentation mit der „Qualitätssicherung“, die die Befürworter des Gutachterverfahrens anführen, ist besonders grotesk, wenn ich erlebe, dass psychisch höchst auffällige Psychotherapeuten die Kontrolle umgehen, indem sie die Anträge für 150 Euro das Stück schreiben lassen. Die Gutachter merken das nicht oder sie ignorieren es. Qualität quo vadis?
Der psychische Druck – gleich Angst –, den die Gutachter besonders bei Berufsanfängern erzeugen, ist sehr kontraproduktiv und ist mit der Grundeinstellung der Psychotherapeuten unvereinbar. Mit dem Eid des Hippokrates ebenso wenig . . .
Dr. med. Reinhard Hellmann, Ludwig-Thoma-Straße 31, 85229 Markt Indersdorf
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