ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2002Gutachterverfahren: Polemische Zuspitzung

BRIEFE

Gutachterverfahren: Polemische Zuspitzung

PP 1, Ausgabe Oktober 2002, Seite 458

Gerlach, Alf

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. . . Schon aus der Wortwahl des Verfassers ergeben sich genügend Anhaltspunkte, dass er auf eine polemische Zuspitzung seiner Aussagen aus ist, um das Gutachterverfahren als „eine Form der strukturellen Gewalt“ hinstellen zu können. Dies macht den Artikel tendenziös und für eine sachliche Auseinandersetzung ungeeignet. Schlagworte wie „staatsdirigistisches Befehlssystem“, „amtsautoritäre Ausübung“, „psychischer Druck in Form von Angsterzeugung vor Prüfverfahren, Disziplinierungsmaßnahmen, schikanösen Arbeitserschwernissen“ etc. bewirken lediglich Affekte und bereiten den Angriff auf die Gutachter im letzten Abschnitt des Artikels vor, denen unterstellt wird, dass sie „die berufliche Freiheit des Therapeuten aufheben, um ihr Einkommen zu sichern. . . .
. . . Neben der abstrusen Wortwahl verwendet Bämayr, offensichtlich in gezielter Absicht, falsche Zahlenangaben, unrichtige Zitate und sinnentstellende Interpretationen der Psychotherapierichtlinien.“
Dr. med. Dipl.-Soz. Alf Gerlach, St. Avolder-Straße 2-4, 66117 Saarbrücken
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