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LNSLNSLNSLNS Werke des Hippokrates
Ärztliche Tradition
Richard Kapferer (Hrsg.): Hippokrates. Sämtliche Werke, Band I (Teile 1–11), Band II (Teile 12–20/1), Band III (Teile 20/2–25). Anger-Verlag Eick, Anger, 1995, 3 Bände, gebunden, 360 DM
Daß der frühere Münchner Medizinhistoriker Dr. Richard Kapferer, unter Mitwirkung seines Würzburger Lehrers Sticker, das gesamte "Corpus Hippocraticum" neu herausgebracht, zum größten Teil selbst übersetzt, kenntnisreich und einfühlend kommentiert hat, ist gegenüber zum Teil rund 100 Jahre alten oder unvollständigen Ausgaben ein großes Verdienst. Obwohl sich manche Ärzte an den (in der Zuordnung umstrittenen) "Eid des Hippokrates" kaum noch halten, ja teilweise ihn nicht mehr kennen, gehört Hippokrates unverändert zur besten ärztlichen Tradition – wie die griechische Kultur zur Grundlage unserer westlichen Zivilisation. Man muß die umfangreichen Schriften nicht alle studieren, aber man sollte gelegentlich darin lesen und staunen, was vor etwa zweieinhalb Jahrtausenden Empirie und Intuition dieses ärztlichen Genies hervorgebracht haben. Leider hat der Verlag für den Satz altdeutsche Buchstaben gewählt. Das wird möglicherweise denjenigen, denen man die Lektüre besonders ans Herz legen möchte, den jüngeren Ärzten, den Zugang erschweren oder verhindern.
Rudolf Gross, Köln
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