ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2002AIDS-Medikamente: Zugang erleichtern

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AIDS-Medikamente: Zugang erleichtern

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LNSLNS Ugandische Aids-Expertin fordert massive Preissenkungen.
Die Preise für Medikamente gegen HIV und Aids müssen für Patienten in Entwicklungsländern massiv gesenkt werden. Das hat die ugandische Ärztin und Aids-Expertin Dr. Cathryn Kyobutungi bei einer Veranstaltung der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Berlin gefordert. Zwar hätten die Vereinten Nationen die Aktion „Accelerated access“ ins Leben gerufen, um den Betroffenen den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten zu erleichtern. In ihrer praktischen Arbeit habe sie aber die Erfahrung gemacht, dass diese Medikamente häufig ihre Zielregionen nicht erreichten. In diesem Zusammenhang wies Kyobutungi auf den jüngsten Skandal um illegale Reimporte von Medikamenten hin, die für arme Länder bestimmt waren, aber in Europa verkauft wurden (siehe DÄ, Heft 41/2002).
Unerlässlich, so Kyobutungi, sei auch ein kürzerer Patentschutz für HIV-Medikamente. Es sei unzumutbar, dass Länder wie Uganda 20 Jahre warten müssen, bis sie preiswerte Nachahmerprodukte herstellen dürfen. Zwar sinke dort die Rate der Neuinfektionen. Die Betroffenen könnten aber mangels Geld nicht angemessen behandelt werden.
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