ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2002Moderne rationale Asthmatherapie

BÜCHER

Moderne rationale Asthmatherapie

Dtsch Arztebl 2002; 99(42): A-2772 / B-2362 / C-2216

Lüpke, Niels-Peter

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LNSLNS
Asthma
Breites Spektrum
Niels-Peter Lüpke (Hrsg.): Moderne rationale Asthmatherapie. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen u. a., 2002, 116 Seiten, 30 Abbildungen, 44,80 €
Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei Asthmaerkrankungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen, sodass aktuelle Darstellungen sinnvoll und notwendig sind.
Im vorliegenden Band wird in einer optisch guten Darstellung das Spektrum von Asthma bronchiale erläutert; neben Ätiologie, Diagnostik und Therapie werden auch das Patientenverhaltenstraining sowie die pneumologische Rehabilitation angesprochen. Alle wesentlichen Aspekte zur Diagnostik und Therapie sind aufgeführt, die Definitionen werden auch im Hinblick auf abzugrenzende andere chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen erläutert. Bei verschiedenen Aspekten der Diagnostik sind jedoch kleinere Einwände vorzubringen, sei es bei der Differenzialdiagnostik der Dyspnoe oder auch der erweiterten pneumologischen Diagnostik. So könnte die allergologische Diagnostik sicherlich etwas differenzierter dargestellt werden, auch die Labordiagnostik ist gerade im Hinblick auf entzündliche Erkrankungen heute mit zusätzlichen Parametern möglich.
Die Ergospirometrie wird knapp aufgeführt, obwohl sie für viele Lungenkrankheiten von Bedeutung ist. Bei den inhalativen Provokationstesten wären die Standardempfehlungen zur Bewertung, wie sie von der Fachgesellschaft gegeben werden, wünschenswert. Die nuklearmedizinischen Verfahren haben sicherlich in der Diagnostik der Lungenembolie an Bedeutung verloren, während andere bildgebende Verfahren einen höheren Stellenwert erlangt haben; hier fehlt vor allem die Echokardiographie.
Bei der ausführlichen Darstellung der Therapie werden alle Substanzen mit Wirkung und Nebenwirkung erläutert, auch solche Substanzen, die heute in der Klinik nicht oder kaum noch eingesetzt werden. Immerhin erhält man hier eine sehr gute Übersicht über alle entsprechenden Pharmaka. Hinweise zum Dopingmissbrauch fehlen. Wünschenswert wäre bei einer solchen umfangreichen Darstellung eine kurz gefasste Empfehlung, welche Präparate für die tägliche Praxis nach heutigem Kenntnisstand zu empfehlen sind.
Etwas deutlicher herausgehobene Leitlinienempfehlungen wären für die praktische Umsetzung wichtig. Abgesehen von den kleineren Einwänden, ist dies ein Buch, das Ärzten in Klinik und Praxis empfohlen werden kann. Herbert Löllgen
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