ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2002Säure stimuliert Proliferation beim Barrett-Ösophagus

MEDIZIN: Referiert

Säure stimuliert Proliferation beim Barrett-Ösophagus

Dtsch Arztebl 2002; 99(42): A-2796 / B-2380 / C-2233

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LNSLNS Während man bislang davon ausing, dass die Karzinogenese der Zylinderzellmetaplasie durch galligen Reflux gefördert wird, zeigen neuere Untersuchungen, dass Säure über eine Aktivierung einer Proteinkinase zur Krebsentstehung beizutragen vermag. Die Autoren untersuchten in Zellkulturen die Auswirkung von Säure auf die Signaltransduktion in drei Mitogen-aktivierten Proteinkinasen (MAPK) und damit auf Zellproliferation und Apoptose. In einer zweiten Studie wurde dieser Weg auch in vivo bei Patienten mit Barrett-Ösophagus analysiert. Dabei zeigte sich, dass Säure die Proliferation und das Überleben von Adenokarzinom-Zelllinien steigert und dass die Apoptoserate abnimmt. Dies würde bedeuten, dass auch bei asymptomatischen Patienten mit einem Barrett-Ösophagus eine antisekretorische Therapie mit Protonenpumpen-Inhibitoren sinnvoll ist. w

Souza RF, Shewmake K, Terada LS et al.: Acid exposure activates the mitogen-activated protein kinase pathways in barrett’s esophagus. Gastroenterology 2002; 122: 299–307.

Rhonda F. Souza, M. D., Department of GI, MC# 111 B 1, Dallas VA Medical Center, 4500 South Lancaster Road, Dallas, TX 75216, USA, E-Mail: rsouza@airmail.net

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