ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinReisemagazin 2/2002Madeira – Altstadt von Funchal: Ein Kleinod

Supplement: Reisemagazin

Madeira – Altstadt von Funchal: Ein Kleinod

Dtsch Arztebl 2002; 99(42): [11]

Ulmen, Krista

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die Altstadt von Funchal, die „Zona Velha“, bietet eine eigenartige Mischung aus reicher Vergangenheit, armer Folgezeit und erkennbar besserer Gegenwart und Zukunft. Kein Krieg hat das Bild dieser Stadt zerstören können. Aber der Verlust des großen Reichtums aus dem einst so ertragreichen Anbau und Handel mit Rohrzucker und Wein hat erkennbar tiefe Wunden in die Bausubstanz geschlagen.
Dem Charme dieser Altstadt, die immer noch den Madeirensern gehört und dem heimischem Kleinhandel und Handwerk ein Zuhause bietet, kann sich niemand entziehen, der ein Gespür für das Besondere hat. Hier gibt es noch mitten in der Stadt Küfer, die Fässer nach alter Tradition bauen.
Jederzeit ist der Gast in den Bars und Restaurants der Einheimischen willkommen. Nur Mut zum Einkehren muss er haben und darf eine abschreckende Fassade nicht scheuen.
Nach einer Poncha-Pause steht der Spaziergänger am Ende der Altstadt vor der immer noch imponierenden Kulisse des Stadthauses eines Zuckerbarons. Ein Meisterwerk der Architektur, das Ensemble von Jugendstilhaus mit klassischen Elementen, der Freitreppe von der Veranda zum Garten mit dem mit Marmor gepflastertem Weg, der an dem mit Azulejos verkleideten Brunnen vorbei zur Terrasse führt, die einen Rundblick über Funchal, den Hafen und das Meer bietet.
Auf dem Rückweg lockt das Fort Sao Tiago mit seinen Zwiebeltürmen hinter seine dicken Mauern aus dem 17. Jahrhundert. Man kann von Terrasse zu Terrasse steigen und sich bei dem Blick auf das Meer vorstellen, wie in alten Zeiten von dort aus, die Ankunft von Handelsschiffen mit Freude und die von Piraten mit Schrecken beobachtet wurde. Den Gegensatz dazu bildet für den Kunstliebhaber das Museum für moderne Kunst, das auch Platz in dem Gemäuer gefunden hat. Für den Gourmet wurde das noch neue kleine, aber feine Restaurant im ehemaligen Kerker eingerichtet. Dort sollte man aber einen Tisch für den Abend vorbestellen.
An einem Samstag kann man dann den Altstadtbummel mit einem Gang über den Bauernmarkt beenden. Ein buntes Chaos von Marktständen mit Obst, Gemüse, Blumen, Kleidern, Strickwaren und vielerlei anderem bietet typisches Madeira. Wer als Kurzurlauber viele Eindrücke gewinnen möchte, sollte sich auf der Atlantikinsel einem kenntnisreichen Führer anvertrauen, damit er Madeira wirklich erlebt.
- Informationen: Krista Ulmen, Aegidienberger Straße 96, 53604 Bad Honnef, Telefon: 0 22 24/82 09 21; Fax: 0 22 24/82 09 24. Krista Ulmen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema