ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2002Pharmaverband: Preistreiberei unrealistisch

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Pharmaverband: Preistreiberei unrealistisch

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LNSLNS Arzneimittelpreise in den letzten zehn Jahren stabil
Die Behauptungen über eine angebliche Preistreiberei der Pharmaindustrie entbehren jeder Grundlage“, wies die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller, Cornelia Yzer, Vorwürfe zurück. Berechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen hätten gezeigt, dass der Durchschnittspreis eines Medikaments für die Gesetzliche Krankenversicherung von 1988 bis 2001 nur um 1,6 Prozent gestiegen sei. Die Preise für Lebenshaltungsgüter seien dagegen im gleichen Zeitraum um 34,8 Prozent gestiegen. Die wahren Ursachen der Kostensteigerungen lägen vielmehr im steigenden Bedarf und in einer großen Zahl neuer wirksamer Arzneimitteltherapien begründet.
Zuvor hatte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, die Preis- und Produktpolitik der Pharmafirmen dafür verantwortlich gemacht, dass die Ärzte ihre Sparziele bei den Arzneimittelausgaben nicht erreichen. Die Ärzte seien dennoch weiter bemüht, Kosten zu senken, betonte Richter-Reichhelm.

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