ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1996Honorarkrise gefährdet Arbeitsplätze von Arzthelferinnen

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Honorarkrise gefährdet Arbeitsplätze von Arzthelferinnen

Glöser, Sabine

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LNSLNS KÖLN. Die Zahl der Ausbildungsplätze für Arzthelferinnen ist gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent von 17 000 auf 15 556 zurückgegangen. Die Bundesärztekammer erklärte, dieser Einbruch sei durch einen Rückgang der Ausbildungsplätze vor allem in den großen Flächenkammern zustande gekommen und auf die unsichere wirtschaftliche Situation vieler Arztpraxen zurückzuführen.
Zudem erfolgten seit Beginn dieses Jahres im ganzen Bundesgebiet vermehrt Änderungskündigungen, teilte die Vorstandssprecherin des Bundesverbandes der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen, Karin Diehl, mit. Verträge von Arzthelferinnen würden beispielsweise von 30 auf 18 Stunden gekürzt.
Einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zufolge entlassen Berliner Vertragsärzte zunehmend Arzthelferinnen und besetzen offene Stellen derzeit nicht. "Die Zahlen belegen eindrucksvoll, daß es den Vertragsärzten an die Substanz geht. Ohne Not entläßt niemand", kommentierte Roderich Nehls, Vorsitzender der KV Berlin. SG

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